Linke distanziert sich von eigenem Stadtrat

01.03.2016 – Pressemitteilung – Alexander Neu

Linke distanziert sich von eigenem Stadtrat

Siegburg: 01.03.16, ad: Nachdem wiederholt Kontakte des Königswinterer Stadtrats Michael Köppinger mit der Extremen Rechten bekannt wurden, hat der Vorstand der LINKEN im Rhein-Sieg-Kreis Kreis ein Parteiausschlussverfahren gegen das Königswinterer Ratsmitglied Michael Köppinger in die Wege geleitet. Hintergrund sind Fotos, die ihn mit dem ehemaligen Bundesvorsitzenden der NPD, Holger Apfel und mit Axel Reitz („Hitler von Köln“) zeigen. Die Bilder, die nach Aussage von Michael Köppinger selbst von Rosenmontag stammen, wurden nach Angaben von Indymedia (https://linksunten.indymedia.org/de/node/170553 ) in Köln aufgenommen.

Dazu der Kreissprecher Michael Otter: „Diese Distanzlosigkeit von Michael Köppinger zu Neonazis gefährdet die politische Arbeit des Kreisverbandes, da hier eine Zusammenarbeit, eine Verbindung suggeriert wird, die es nicht gibt. Die es auf Grund der politischen Ansichten der Personen Apfel und Reitz auch nie geben wird. Politisch ist Michael Köppinger damit für DIE LINKE nicht mehr tragbar. Der Kreisvorstand Rhein-Sieg hat daher ein Parteiordnungsverfahren eingeleitet.“

Dazu Dr. Alexander S. Neu, MdB aus dem Rhein-Sieg-Kreis: „Die politische Basis der LINKEN ist das Vertrauen Ihrer Wähler. Wenn gewählte Mandatsträger wiederholt Kontakt mit Personen aus dem extrem rechten Spektrum pflegen, dann missbrauchen Sie dieses Vertrauen. Herr Köppinger hat damit jede Glaubwürdigkeit verloren. Ich kann mir unter keinen Umständen vorstellen, dass Herr Köppinger zukünftig noch Mitglied der LINKEN sein wird. Die BürgerInnen können sich sicher sein, dass DIE LINKE weiterhin für eine kompromisslose antifaschistische Haltung steht.“

Andreas Danne, Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Stadtrat Königswinter: „Eine weitere Zusammenarbeit in einer gemeinsamen Fraktion in Königswinter mit Michael Köppinger unter diesen Umständen halte ich für ausgeschlossen. Als Repräsentanten unserer Partei DIE LINKE sind auch wir Personen des öffentlichen Lebens und gerade als Linke müssen wir besonderen Anforderungen gerecht werden. Eine Zusammenarbeit in einer gemeinsamen Fraktion geht nur, wenn 100 Prozent Vertrauen da ist. Schon im letzten Jahr haben wir Hinweise erhalten, dass Herr Köppinger Kontakt zu Melanie Dittmer und Christoph von Mengersen hatte. Nach intensiven Gesprächen überzeugte uns Herr Köppinger, dass es sich um einmalige private Kontakte handelte. Dies ist spätestens nach den neuen Vorwürfen nicht mehr glaubwürdig.“

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